Licht & Hoffnung: Weihnachtsgedanken mit Dr. Sven Lesemann
Shownotes
In dieser Weihnachtsausgabe von DIA-LOG spricht Dr. Sven Lesemann, seit September diakonisch-theologischer Vorstand des Diakoniewerks, mit Moderatorin Nora Mayr über seine ersten Monate im Unternehmen, seine persönliche Perspektive auf das Weihnachtsfest und die Bedeutung evangelischer Identität im Vergleich zur katholischen Tradition.
Mehr Infos zum Diakoniewerk: www.diakoniewerk.at DIA-LOG wird produziert von wepodit.
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00:00:10: Herzlich willkommen zu Dialog, dem Podcast des Diakoniwerks.
00:00:15: Der Podcast begleitet das Unternehmen auf seinem Weg des Wandels.
00:00:19: Wir sprechen über den aktuellen Transformationsprozess im Diakoniwerk und beleuchten Veränderungen und Herausforderungen.
00:00:27: Im Mittelpunkt stehen dabei immer die Menschen, die den Wandel gestalten und ihre Perspektiven mit uns teilen.
00:00:34: Ich bin Nora Mayer und ich freue mich sehr auf unsere heutige Weihnachtsfolge, zu der ich Dr.
00:00:40: Sven Lesemann eingeladen habe.
00:00:43: Er ist seit September diakonisch-theologischer Vorstand im Diakoniwerk.
00:00:48: Wir blicken mit ihm auf seine ersten Monate in der Organisation auf die besondere Bedeutung von Weihnachten und auf die Frage, was evangelische Identität im Vergleich zu katholischen ausmacht.
00:01:01: Zudem wollen wir wissen, welche Haltungen und Bilder ihn in dieser Zeit besonders begleiten.
00:01:07: Herr Dr.
00:01:08: Lesemann, vielen Dank, dass Sie sich Zeit nehmen.
00:01:11: Sehr, sehr gerne.
00:01:12: Vielen Dank, dass ich hier sein darf.
00:01:14: Herr Lesemann, seit ein bisschen mehr als drei Monaten sind Sie jetzt im Diakoniewerk angekommen.
00:01:19: Wie geht es Ihnen aktuell und wie blicken Sie vor allem auf diese erste Zeit im Diakoniewerk zurück?
00:01:27: Oh, mir geht es ehrlich gesagt sehr, sehr gut.
00:01:31: Dankbar und beeindruckt von dem, was ich so erleben darf hier im wunderschönen Österreich.
00:01:36: Und die ersten Monate waren geprägt von vielen, vielen Begegnungen und sehr vielen zurückgelegten Kilometern im Auto oder der Bahn und hatte einfach sehr, sehr gute Begegnungen mit Bewohnerinnen und Bewohnern, Klienten, Mitarbeitenden und so weiter in ganz, ganz vielen verschiedenen Bereichen.
00:01:52: In sechs Bundesländern sind wir aktiv und da kam einiges zusammen.
00:01:59: So.
00:02:01: Und das hat, glaube ich, auch damit zu tun, dass ich für mich eben Diakonie-Diakonie-Werk in Österreich jetzt hier in meiner neuen Heimat eben viel, viel für mich Neues ist, was ich lernen kann.
00:02:13: Ist was ganz Neues.
00:02:15: Darf ich fragen, wo kommen Sie ursprünglich hier aus Deutschland?
00:02:19: Aus der Nähe von Bielefeld, Hannover, also relativ weit im Norden.
00:02:25: Und auch von der Umgebung her gut angekommen hier in der neuen Heimat.
00:02:29: Wie gefällt es Ihnen in Österreich?
00:02:30: Auf jeden Fall großartig, ja.
00:02:33: Sehr schön.
00:02:34: Weihnachten ist ja eine sehr spezielle Zeit insgesamt und hat im gristlichen, wie auch im gesellschaftlichen Kontext, ja, eine sehr große Strahlkraft.
00:02:44: Was bedeutet den Weihnachten für Sie als Theologe und auch persönlich?
00:02:51: Ja, Weihnachten ist besonders, auch gesellschaftlich immer noch.
00:02:54: würde ich auch sagen, es ändert sich vielleicht so sukzessive, aber erst mal ist es so.
00:02:59: Der geneigte Theologe, die geneigte Theologin würde immer sagen, naja, Weihnachten ist toll, Ostern ist wichtiger.
00:03:05: Aber natürlich, Weihnachten hat einen ganz besonderen eigenen Geist, einen weihnachtlichen Geist und es erinnert mich heuer tatsächlich, auch an die Grundprinzipien unseres diakonischen Handelns, also an Licht, an Hoffnung, an Angekommensein, an Gemeinschaft, all diese Sachen.
00:03:25: Und theologisch wissen Sie alles, ist Weihnachten das Fest der Geburt von Jesus, also Gottes Nähe zu den Menschen, seinen Kommen in die Welt, das große Licht in der kleinen Krippe, all das, was man so kennt.
00:03:38: Also Gott wendet sich den Menschen zu, seine unfassbar starke Kernaussage, finde ich auf jeden Fall.
00:03:45: Persönlich bedeutet Weihnachten für mich trotz aller Hektik, aller Herausforderungen eben versuchen es dann, kleine Momente der Besinnung, kleine Zeiten der Besinnung des Innerhaltens irgendwie zu finden.
00:03:57: Das gelingt mal besser, mal schlechter, aber immerhin.
00:04:01: Und ich freue mich tatsächlich sehr, dass ich Weihnachts- oder Advent-Andachten halten darf.
00:04:07: Weihnachtsfeiern halten darf, andachten darf, zum Beispiel in unserer Klinik in Schlatming oder in Linz oder am ... Kurz vor Weihnachten, kurz vor Heiligabend in einem unserer Seniorenheimen.
00:04:18: Da kann ich dann die Weihnachts-Gottesdienst feiern.
00:04:21: Da freue ich mich sehr darauf.
00:04:23: Schön, weil Sie das angesprochen haben, so kleine Momente der Besinnlichkeit.
00:04:27: Wie schaffen Sie es, die sich im Alltag selbst daheim zu schaffen?
00:04:30: Gibt es irgendwelche Rituale, die Sie betreiben?
00:04:34: In meiner Wohnung, die ich jetzt hier so Übergangsweise in Österreich habe, ich glaube, der Vermieter wäre sehr, sehr nervös, wenn ich da irgendwelche Kerzen anzünden würde.
00:04:41: Habe ich so den Eindruck.
00:04:42: Aber ich fände da nicht so richtig gut.
00:04:45: Aber in Deutschland tatsächlich ist das relativ problemlos.
00:04:47: Genau, solche ruhigen Abenden sind das dann mit Kerzen und so was.
00:04:51: Nun ist ja das Diakoniwerk eine evangelisch geprägte Organisation mit einhundertfünfzigjähriger Geschichte.
00:04:58: Viele Menschen wissen das zwar evangelisch, aber sie können nicht genau erklären oder beschreiben, was diese evangelische Identität eigentlich ausmacht.
00:05:08: Wie würden denn Sie in einfachen Worten erklären, was der Unterschied zwischen evangelischen und katholischen Glauben ist?
00:05:17: Evangelisch heißt, glaube ich, vor allem für mich Freiheit.
00:05:22: Verantwortung, Teilhabe würde man jetzt wahrscheinlich im dikonischen Kontext sagen.
00:05:26: Aber Freiheit, Verantwortung, das sind so die beiden Großen, das steht im Mittelpunkt.
00:05:30: Und darum zu wissen, das steht auch im Mittelpunkt, also diese dreifelsweise vier Sachen.
00:05:35: Und im dikonischen Zusammenhang heißt das, dass wir unsere Arbeit eben nicht nur aus der Verpflichtung heraustun, sie entsteht, sondern aus der Bewusstsein heraus, dass jeder Mensch so würde Selbstbestimmung und Teilhabe verdient.
00:05:52: Nächstenlieber aus evangelischen Selbstverständnis heißt eben, ich weiß um den anderen, ich weiß um die Geschäpflichkeit des Menschen.
00:06:00: Das bedeutet, dem Unterschied verkürzt gesagt und er betont die evangelische Diakonie im Unterschied verkürzt gesagt stärker die Freiheit, die durch den Glauben geschenkt wird.
00:06:11: Das bedeutet Mitgestaltung, Partizipation, Selbstverantwortung und all so etwas.
00:06:16: Meine Kollegin Daniela Palk hat das ja in einem der Podcastfolgen, oder in mehreren Podcastfolgen, glaube ich, inzwischen sogar sehr, sehr deutlich gesagt, dass wir im Rahmen des OE-Prozesses, glaube ich, den evangelischen Geister sehr, sehr deutlich auch zum Ausdruck bringen können.
00:06:29: Katholische Traditionen, wenn ich das richtig wahrnehme.
00:06:33: hat einen sehr, sehr starken Fokus auf kirchliche Rituale, auf Sakramente.
00:06:38: Und das bietet Halt, das bietet Halt und Sicherheit, aber genau so ein anderer Zugang tatsächlich.
00:06:44: Nun steht ja Weihnachten eben, hat man so ja auch im Erleben das Gefühl für Licht und Hoffnung bezünden Kerzen an, eben es hat eine Strahlkraft.
00:06:54: Gleichzeitig erleben leider viele Menschen, Aktuell Unsicherheit, Herausforderungen, Einsamkeit ist auch ein großes Thema rund um Weihnachten.
00:07:04: Wie gehen Sie dann im Diakoniewerk mit diesem Spannungsfeld um?
00:07:10: Weihnachten ist ja, hab ich ja versucht, eben zu sagen, eigentlich ein sehr, sehr starkes Symbol für Licht, für Hoffnung.
00:07:18: Und ich glaube, da gehört unser Diakon, das handeln einfach sehr rein.
00:07:21: Also, dass den Alltag vieler Menschen eben real begegnet.
00:07:27: Also, im Diakoniewerk wollen wir würde ich jetzt mal so sagen, jene unterstützen, die vielleicht nicht nur in froher Erwartung leben.
00:07:34: Was Sie eben gerade selber gesagt haben, Einsamkeit, Herausforderung, all das.
00:07:39: Und wir machen das, indem wir Gemeinschaft anbieten, Nähe anbieten, Teilhabe anbieten und hoffentlich ein wenig Sinn stiften können oder Sinn anbieten können.
00:07:49: Wir wollen, dass die Menschen nicht alleine sind, sondern dass sie spüren, da ist jemand, der mich sieht, gut evangelisch, der mir begegnet, der meine Würde anerkennt.
00:07:59: Und ich glaube, dann kann Weihnachten tatsächlich wie ein ganz dichtes Element sein, der Liebe, die spürbar wird in uns und in der Gesellschaft.
00:08:13: Gibt es da spezielle Botschaft auch, die Sie unseren Hörerinnen in dieser Zeit jetzt auch besonders mitgeben können?
00:08:21: Ich würde sagen, Weihnachten Das gilt es zu feiern, das sollten wir feiern, denn es ist nicht nur ein schönes Fest, ernsthaft ist es nicht nur ein schönes Fest, sondern es ist eben eine Haltung, also die Haltung der Hoffnung, der Mitmenschlichkeit, der Verantwortung, der Liebe sozusagen.
00:08:36: Und ein Licht in einer manchmal doch arg dunklen Welt, würde ich sagen.
00:08:42: Und das Weihnachtsfest ist eben ein solcher Lichtpunkt für mich persönlich auf jeden Fall.
00:08:47: Jede unterstützende Hand, jede offene Ohr, jede Gese, der Mitmenschlichkeit und all das.
00:08:52: So, genau, das würde ich sagen.
00:08:54: Feiert weihnachten.
00:08:56: Gute Botschaft.
00:08:59: Machen wir sehr gerne.
00:09:01: Herr Dr.
00:09:02: Lesemann, Sie haben ja in den letzten Wochen, Sie haben es vorhin schon angesprochen, schon viele Einrichtungen im Diakoniewerkbesuch, zahlreiche KollegInnen kennen gelernt.
00:09:11: Welche Begegnung oder Erfahrung hat sie besonders bewegt?
00:09:14: Hat es da eine gegeben, die Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?
00:09:19: Boah, das ist eine schwierige Frage.
00:09:21: Also es gab so viele unfassbar gute Begegnungen und Momente, die mich bewegt haben, die mir auch sehr, sehr nahe gekommen sind.
00:09:30: Also wenn ich das so ein oder erlauben Sie mir zwei zu nennen, würde ich das ich sagen, ich hatte einen Haus für Senioren Händorf, das ist bei Salzburg, besucht.
00:09:41: Und da kam ich zum Gespräch mit den Mitarbeitenden, mit den Leitungen tatsächlich, Frau Obergeist und Frau Jansa.
00:09:49: Da hab ich sehr, sehr gespürt, wie viel Hingabe, wie viel Empathie, wie viel Professionalität da irgendwie rüberkam und wie sich die Bewohnerinnen und Bewohner, die da waren, einfach unfassbar wohlgefühlt haben.
00:10:01: Dass einfach unfassbar in einem im Sozialraum angebunden war, das war richtig beeindruckend.
00:10:07: Wirklich richtig beeindruckend.
00:10:08: Ich bin froh und dankbar, dass ich das besuchen konnte und eben auch andere.
00:10:12: Und ich war in Schlatming, jetzt mehrfach schon, und letztes Mal war ich in Schlatming und in der Klinik, in unserer Diakonistenklinik.
00:10:20: Und da konnte ich an einer Sitzung teilnehmen zum Palliativkehr.
00:10:25: Also der Frage, wie können wir als Klinikpatientinnen und Patienten und Angehörige bei seelischen, sozialen, spirituellen Belastungen unterstützen, begleiten, die gerade am Lebensende häufig auftreten?
00:10:38: und dabei eben auch Schmerzen, Lindern und so weiter.
00:10:41: Und ich war dabei bei dieser Sitzung, bei dieser Besprechung, mit diesem Austausch.
00:10:45: Und das war einfach unfassbar beeindruckend, dieses Expertenwissen da irgendwie so geballt zu haben in einem unglaublich multiprofessionellen Team, wo alle Bereiche irgendwie nennen, da zusammen reingegriffen haben und sich verstanden haben.
00:11:00: Und das war, wie ich sage, ja, das war ein unfassbar guter Geist des Miteinanders, wo der Mensch im Zentrum steht.
00:11:08: So.
00:11:09: Herr Dr.
00:11:09: Lesemann, diakonische Arbeit findet dort statt.
00:11:12: Sie haben es eh schon angesprochen, wo Menschen Unterstützung, Nähe manchmal auch Trost brauchen.
00:11:18: Was macht Weihnachten im Kontext der Diakonie für Sie so besonders?
00:11:23: Weihnachten erinnert uns, glaube ich, daran, worum es in der Diakonie immer geht.
00:11:26: Also Menschen in ihrer Würde sehen Sie an, neben begleiten, was ich jetzt auch schon gesagt habe, und besonders in Zeiten von Schwäche, Not und Einsamkeit.
00:11:34: Die Weihnachtsgeschichte bietet einfach ... gute Anknüpfungspunkte auch in dieser Hinsicht tatsächlich.
00:11:40: Und na ja, ich glaube in dieser Zeit, in dieser Weihnachtszeit, in dieser manchmal arg grauen Winterzeit, wird besonders sichtbar, wo unser Auftrag ist, unsere Mission, da ist in der nächsten Liebe, tätigen nächsten Liebe, in der Mitmenschlichkeit, in der Gemeinschaft, sozusagen versuchen ein Stück weit Halt zu Hause, Gemeinschaft miteinander.
00:12:05: Und wir sagen, da gibt es durchaus Parlele.
00:12:08: Und ich glaube, Weihnachten ist für uns als Diakonie, aber auch als evangelische Kirche keine zusätzliche Aktion, sondern verbindet unsere tägliche Arbeit mit dem Kern unseres Glaubens.
00:12:20: Also Gott wird Menschen, kommt zu uns, all dieser Themenbereichte da.
00:12:25: Und ich glaube, das gibt mir auf jeden Fall, ich hoffe anderen auch, Orientierung und Kraft in all dem tun und auch in all dem lassen, was es vielleicht noch so gibt.
00:12:34: Wie feiern Sie denn selbst eigentlich Weihnachten?
00:12:36: Gibt's Rituale Traditionen, die für Sie wichtig sind, die sich auch vielleicht sogar ein bisschen von Österreich unterscheiden, weil Sie ja eben gesagt haben, Sie kommen aus dem Raum Bielefeld?
00:12:45: Ich hasse mich hier ganz gespannt, wie die hiesigen Bräuche da so sind.
00:12:50: So ein paar Lead-Klassiker durfte ich schon erleben, das war auch ganz bereichernd.
00:12:55: Ich bin wohnsicher, ob ich alles verstanden habe, aber ... Wunderbar.
00:12:59: Natürlich gibt es auch Familientraditionen.
00:13:01: Heuer ist es insofern anders, als ich heilig amt und Weihnachten tatsächlich keine Gottesdienste selber feier oder gestalte.
00:13:10: Also ich war ja vorher Fahrer oder bin immer noch Fahrer und Superintendent und da habe ich eben Gottesdienste gehalten zu Weihnachten und heilig amt und das ist dieses mal nicht.
00:13:21: Der Fall.
00:13:22: Das wird ein bisschen anders.
00:13:23: Aber sonst heil ich Abend mit Familienkreis, mit Kindern, Großeltern und so weiter.
00:13:27: Ganz wunderbar.
00:13:28: Schön.
00:13:29: Und dann hat Wendkranz, haben Sie auch, oder?
00:13:31: Ja, natürlich.
00:13:32: Ja, schon.
00:13:32: Okay, alles klar.
00:13:35: Gibt es eine Geschichte oder ein Bild, das für Sie Weihnachten gut beschreibt, was Ihnen einfällt?
00:13:43: Ich glaube, es ist tatsächlich, Adventkranz haben Sie gerade noch ein Stichwort genannt, das glaube ich ja sicherlich auch der Adventkranz, aber ich glaube vor allem so, was ich anfangs auch versucht habe zu setzen, das Bild der Kerze, also das warme sozusagen, das im Dunkeln brennt nicht groß und spektakulär.
00:14:00: Es ist kein großes Weihnachtsfeuer oder Osterfeuer oder was auch immer, das ist so eine kleine unscheinbare Kerze.
00:14:05: Aber dieser warme Ton ist einfach, geht mir auf jeden Fall so, ein warmes Licht, das sichtbar ist und eben Wärme, Wärme schenkt.
00:14:14: Und das ist für mich tatsächlich eines der stärksten Symbole, was irgendwie Weihnachten ist.
00:14:19: Beruhigend, berührend, ein Licht, dass Hoffnung und Orientierung gibt.
00:14:25: Das, ja, tersächliche Kerzen, Weihnachtskerzen.
00:14:29: Was wünschen Sie sich denn für das Diakoniewerk im kommenden Jahr?
00:14:34: Ist ja nicht mehr lange hin.
00:14:35: Ein bisschen dauert es noch, genau.
00:14:37: Ich wünsche mir, dass wir ... weiter wachsen, vielleicht auch zahlenmäßig, natürlich, aber vor allen Dingen im Geist, sozusagen in der Haltung, in der Verantwortung, im Engagement, in der Offenheit als Diakonie-Werk.
00:14:53: Oder Theologische sagt, in der Liebe Gottes.
00:14:55: Also, dass wir sozusagen in der Liebe Gottes irgendwie weiter wachsen können.
00:14:58: Und wünsche mir, dass wir ein Ort bleiben, an dem Menschen mit ihren unterschiedlichen Hintergründen willkommen sind, ihren Stärken.
00:15:08: Herausforderung, was da so zugehört.
00:15:11: Und ich glaube, dass ich die neue Arbeitgebermarke, die wir als Zirkulierwerk haben, ist ein guter und richtiger Schritt in diese Richtung.
00:15:18: Ich wünsche mir also den Mut, neue Wege zu gehen, kreativ, auf gesellschaftliche Entwicklungen zu reagieren, durch neue Angebote, die wir sicherlich auch haben werden.
00:15:30: Ich wünsche mir, dass wir ein Ort der Hoffnung sind.
00:15:32: So kann man es, glaube ich, sehr deutlich sagen.
00:15:36: Gibt es abschließend vielleicht noch was, was Sie den Hörerinnen dieser Weihnachtsfolge, die wir ja gerade aufzeichnen, am Ende noch mit auf den Weg geben wollen?
00:15:46: Vielleicht auch im Hinblick auf Weihnachten jetzt oder im Hinblick auf das neue Jahr, zwanzig.
00:15:52: Es gibt einen Radiosender, den höre ich seit vielen, vielen, vielen Jahren und der hat seit vielen, vielen Jahren immer in der Weihnachtszeit und der Adventzeit immer den Spruch, schenkt euch Liebe.
00:16:05: So, das sagen Sie.
00:16:06: Gebetsmühlenartig, schenkt euch Liebe.
00:16:08: Und ich glaube, das passt, ne?
00:16:10: Das gilt das ganze Jahr, aber in der Weihnachtszeit ganz besonders, schenkt euch Liebe.
00:16:15: Und das würde ich gerne aufnehmen.
00:16:17: Es kann groß sein, festig sein, aber auch ganz klein sein, zuhören, Zeit schenken und so weiter.
00:16:23: Dann sind sie aufmerksam für Menschen, denen es schwer fällt, die sich einsam fühlen, ausgeschlossen sind.
00:16:30: Ich glaube, Weihnachten, da gilt es natürlich, nach außen zu schauen, aber ich ... glaube ich auch, ein Stück weit nach innen zu schauen.
00:16:37: Also schenkt euch Liebe, heißt natürlich nach außen Liebe schenken, aber auch sich selbst zu lieben, einen Selbstliebe zu schenken.
00:16:46: Dass es das Licht, das Kerze, das Leuchten eben auch in einem selbst leuchtet.
00:16:51: Genau.
00:16:51: Also mit anderen Worten eine gute, gesegnete und frohe Weihnachtszeit.
00:16:56: Schön.
00:16:56: Wir schenken uns lieber, denken viel an die kleine Kerze, die für Weihnachten steht.
00:17:00: Und ich glaube, so kommen wir gut durch den restlichen Advent.
00:17:04: Herr Dr.
00:17:04: Lesemann, ich sage vielen, vielen Dank für diese weihnachtliche Episode von Dialog, dass Sie sich Zeit genommen haben.
00:17:11: Ich wünsche Ihnen auch noch eine besinnliche restliche Adventszeit und vor allem auch einen guten und gesunden Start ins neue Jahr, hier in Ihrer neuen Heimat in Österreich.
00:17:22: Vielen, vielen Dank.
00:17:23: Ich freue mich sehr darauf.
00:17:24: Danke, danke.
00:17:25: Liebe Hörerinnen und Hörer, das war die letzte Folge vom Dialog in diesem Jahr.
00:17:30: Vielen Dank, dass ihr wieder mit dabei wart.
00:17:32: Und bitte vergesst nicht, abonniert uns doch gleich noch auf der Podcast-Plattform eures Vertrauens, zum Beispiel auf Spotify oder auf Apple Podcasts, damit ihr keine Episode mehr verpasst.
00:17:44: Wir hören uns dann wieder im neuen Jahr.
00:17:46: Bis dahin, alles Liebe und schöne Weihnachten.
00:18:04: We put it.
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