35_Vertrauen schaffen, Zukunft gestalten: 20 Jahre Diakoniewerk in Rumänien

Shownotes

Seit 20 Jahren engagiert sich das Diakoniewerk in Rumänien. Was mit einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen in Sibiu begann, hat sich zu einem vielfältigen Unterstützungsangebot für Menschen mit Behinderungen, ältere Menschen sowie Kinder und Jugendliche entwickelt. In dieser Episode von DIA-LOG spricht Moderatorin Nora Mayr mit Gerhard Winkler, Leiter der Internationalen Standorte und Projekte im Diakoniewerk, über die Anfänge der Arbeit in Rumänien, gesellschaftliche Veränderungen und die Bedeutung langfristiger Verantwortung in der internationalen Zusammenarbeit.

Mehr Infos zum Diakoniewerk: www.diakoniewerk.at DIA-LOG wird produziert von wepodit.

Transkript anzeigen

00:00:11: Hallo und herzlich willkommen zu Dialog, dem Podcast des Diakoniwerks.

00:00:15: Der Podcast begleitet das Unternehmen auf den Weg des Wandels – wir sprechen über den aktuellen Transformationsprozess in Diakoniverk- und beleuchten Veränderungen und Herausforderungen.

00:00:27: Im Mittelpunkt stehen die Menschen, die den Wandel gestalten und ihre Perspektiven mit uns teilen!

00:00:34: Das Diakoniewerk ist seit Jahrzehnte in Rumänien tätig.

00:00:38: Begonnen hat alles mit einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen im CBU auf Deutsch-Hermannstadt.

00:00:46: Heute umfasst die Arbeit zahlreiche Angebote für Menschen, ältere Menschen sowie Kinder und Jugendliche.

00:00:54: Ja, ich freue mich dass sich heute Gerhard Winkler bei mir begrüßen darf.

00:00:58: Leiter der internationalen Standorte und Projekte im Diakoniwerk.

00:01:02: Wir blicken zurück auf zwei Jahrzehnte internationale Zusammenarbeit in Rumänien Auf Herausforderungen persönliche Begegnungen Und die Frage was es bedeutet langfristig Verantwortung zu übernehmen nicht aus der Ferne, sondern gemeinsam mit den Menschen vor Ort.

00:01:20: Lieber Gerhard!

00:01:21: Es freut mich, dass du dir heute Zeit nimmst für den Podcast.

00:01:25: Ja, danke schön für die Einladung und für die Möglichkeit auch die internationalen Standorte und Projekte mal näher zu beleuchten – mit dem Schwerpunkt auf Rumänien.

00:01:35: Gerhard, bevor wir ein Mädels Resken vielleicht erzählst du uns ganz kurz einmal über deinen Werdegang im Diokoniwerk?

00:01:44: Das geht schon weit zurück.

00:01:45: Ich würde wahrscheinlich in ein bisschen maßender Namenschmengen, jetzt geht es schon über dreißig Jahre.

00:01:49: War früher ganz viele Jahre im Bereich Arbeit und Beschäftigung aus Führungskrafttätik von Gallener Kirchenhaus, war dann viel im Projektarbeit, war auch im Kulinarium in Linz, war barrierell dazu auch schon immer in Rumänien begleitend tätig im Aufbau der Werkstätte unter weiteren Projekten, habe dann viele neue Hennrichtungen des Diakonie-Werkens aufgebaut in der Offensivzeiten des Landes Oberösterreich, habe auch später dann wie das Thema Flucht und Integration gekommen ist.

00:02:26: Die Flüchtlingsarbeit des Diakaniewerkes in Oberösterreich aufgebaut.

00:02:30: Parallel dazu war ich aber – dieses Ausland begleitet mich schon seit Anfang an!

00:02:34: Das war immer so mein Stamm, sage ich mal unter Anführungszeichen bei den zweiten Teil meiner Beschäftigungen habe ich mir immer praktisch auch immer verändert in den letzten dreißig Jahren und zurzeit bin ich neben der Leitung der internationalen Standorte und Projekte auch regional des Seniorenweiten Linse.

00:02:55: Ja, da ist ja einiges was du in Angriff genommen hast und wie gesagt du hast ja eh schon angesprochen das Ausland hatte dabei immer begleitet.

00:03:02: Vielleicht blicken wir eh gleich direkt nach Rumänien.

00:03:05: wenn Du das Projekt Rumänian in drei Begriffen beschreiben müsstest?

00:03:09: Welche wären das?

00:03:11: Naja!

00:03:11: Das Projekt Rumänen ist eine Begleitung und ein Aufbau und eine Unterstützung der Angebote vor Ort der weite Entwicklung des fachlichen Austauschs für mich und auch immer der Praxisbeispiele.

00:03:27: Das heißt, gibt viele Austausch, viel Diskussion auch mit öffentlichen Stellen, mit Großheimen usw.

00:03:33: Und parell dazu gibt es auch diesen Praxisteil wo das Diakoniver selbst einzelne kleinere Projekte betreibt um auch aus Vorzeigemodelle zu fungieren, damit man da auch im Land sich generell weiterentwickeln kann.

00:03:48: Das war nicht so ein bisschen mehr als drei Begriffe aber es ist ein bisschen schwierig glaube ich diese Frage.

00:03:53: Genau, drei Begriffen sind extrem schwierig.

00:03:56: Ich

00:03:56: sage jetzt mal vom Inhaltlichen.

00:03:57: Ist

00:03:58: ja noch zu tragisch!

00:03:59: Vielleicht nimmst du uns ein bissel mit Gerhard in die Geschichte der Tätigkeit in Rumänien?

00:04:03: Wie hat denn das damals eigentlich gestartet?

00:04:06: in dem Jahr zwei Tausend Sechs wie ist man dahin gekommen?

00:04:09: Also, grundsätzlich ganz kurz kann man ja ganz weit zurückgehen.

00:04:12: In den Kronstadt waren die Diakonisten schon in Rumänien mit der Schwestermutter-Haus zu den Diakonnisten in Garnelkirchen tätig.

00:04:22: Das Diakoniewerk hat praktisch im Jahr six bzw.

00:04:26: schon in dem Jahr war die Stadtphase, wo wir schon Besucher gemacht haben und sich das Diakoniwerk entschieden hat in Rumänen Angebote für Menschen mit Beeinträchtigungen zu machen, wo man die Frage war welche Angebote sind am nötigsten?

00:04:40: Welche Angebote sollen eine Pilot?

00:04:44: Phase einleiten?

00:04:45: und da ist man dann zu dem Punkt gekommen, dass man gesagt hat, man beginnt mit einer Werkstätte.

00:04:49: Es war auch die erste im Landkreis Sibio wo Menschen mit Beinrichtungen praktisch eine Tagesstruktur gehabt haben.

00:04:57: Du hast jetzt sehr angesprochen es war die erste Städte das dort angegeben hat.

00:05:01: wie hast denn du die allgemeine Situation für Menschen mit Behinderung damals in Rumänien erlebt?

00:05:08: Wie war das damals?

00:05:10: Naja, ich fahre ja grundsätzlich schon noch viel länger nach Rumänen.

00:05:13: Auch schon früher mit Hilfstransporter bevor wir vor Seiten des Dekoniwärts begonnen haben.

00:05:18: Ich habe relativ viele Einrichtungen gesehen und es sind in Erstundien noch sehr, sehr viele große Einrichtung hingewiesen wo Menschen gelebt haben den ganzen Tag irgendwie verbracht haben Wo die Speiseziele noch gefließt waren von unten bis oben mit Tischen und Stühlen Und das war's.

00:05:36: Es sollte auch noch Behindernungsarten geben, die was bei uns was man bei uns eigentlich schon lange nicht mehr gesehen hat.

00:05:42: Also ich habe, wie in Rumänien in der Einrichtung gekommen bin, Behinderungsarten und Krankheitsbilder gesehen, die wo es eigentlich weder im eigenen ruflichen Kontext noch immer eine Ausbildung oder sonst irgendwas... Ja!

00:05:53: In der Fachliteratur hab' ich's gelesen aber dass das bei uns halt schon lange war.

00:05:58: Das Medizin ist schon lange nimmer nimmernötig weil es den medizinischen Schuss weiterentwickelt hat.

00:06:04: Was aber in diesen Ländern nach wie vor zu dieser Zeit Nicht einmal vorgekommen ist, sondern durchwegst du die Sösterin.

00:06:12: Jetzt startet man dann, stelle ich mir vor dort eben ein Projekt... jetzt ist ja das auch ganz wichtig!

00:06:17: Da kommt quasi eine Organisation von außen.

00:06:20: Wie gelingt es denn da Vertrauen aufzubauen?

00:06:23: Nämlich wenn man so ein neues Projekt starte.

00:06:26: zu den Menschen dort vor Ort, wie habt ihr das damals hinbekommen?

00:06:31: Wir waren damals sehr viel verurteilt.

00:06:33: Das heißt, wir sind eigentlich bei allen öffentlichen Stellen nochmal vorstellen gegangen und haben uns in unsere Einrichtungen was wie in Österreich machen.

00:06:43: Was unsere Ansätze sind, warum wir auch gerne unterstützen würden um für Menschen Beeinträchtigung auch in Sibiu oder in Rumänen eine Entwicklung zu ermöglichen.

00:06:55: Und grundsätzlich so geht es mit der Anführungstechnik ist das sehr viel von ein natürlich zur nächsten gehen!

00:07:01: Ich würde wieder dieselbe kommunizieren hinzuschauen.

00:07:08: Was denken denn Sie, was Sie benötigen würden?

00:07:12: Was denken die Beamten oder auch die ganzen Pädagogen vor Ort, wo wir unterstützen könnten?

00:07:20: Also das ist glaube ich ganz was Zentrales!

00:07:21: Die Frage ist, was denken die Menschen vor Ort und wo können sie Hilfe benötigern?

00:07:26: Nicht dass wir denken... Wir kennen das und wir machen das, sondern man muss die Menschen mitnehmen.

00:07:33: Das heißt, man muss kommunizieren.

00:07:35: Man muss regelmäßig mit ihnen kommuniziert und anschauen wo sind ihre Bedürfnisse?

00:07:40: Wo kann man sie unterstützen?

00:07:42: Und ich glaube dass uns das von Anfang an mit sehr viel Aufwand, sehr viel Reiseaufwand, das muss man dazusagen aber dann relativ gut gelungen ist es mitzunehmen um sich da weiterzuentwickeln.

00:07:54: Warum würdest du sagen, war dann gerade dieses Angebot damals so wichtig für Rumänien?

00:08:00: Werkstätten-, Arbeit-, Tagesstrukturen waren zwar vom Grundgesetz her möglich sind aber in der Praxis nicht ungesetzt gewesen.

00:08:09: Das heißt, eben wie ich schon erwähnt habe die Menschen waren in den Großheimen und die waren da einen ganzen Tag!

00:08:15: Es ist auch keine Beschäftigung gegeben.

00:08:17: Es waren große Areale, die waren eingezäunt.

00:08:19: Bei der Tür von Trenkvampis ist er putiert gesessen.

00:08:22: Da haben wir sie anmelden müssen und dann bist du in diesem Areal gewesen wo sie selbstlinigere Menschen frei bewegen können.

00:08:28: natürlich aber letztendlich war jeder Tag selber von früh bis am Abend.

00:08:34: Er hat Essen spazieren gehen mit Mitarbeitern irgendwie sich unterhalten dort oder da gewisse kleine Dienste machen und das sieben Tage in der Woche.

00:08:45: Arbeit Beschäftigung, sinnhafte Teilhabe ist ganz was Zentrales.

00:08:50: Arbeit heißt ja auch am gesellschaftlichen Leben teilhaben.

00:08:54: Das heisst ich gehe irgendwo hin und habe schon mal eine zweite Struktur neben dem Wohnen.

00:09:00: Ich treffe andere Menschen.

00:09:02: Ich hab auch unterschiedliche Möglichkeiten mich weiterzuentwickeln weil in Wohnen – das wissen wir alle im Wohnen Ich bin ja Mensch mit meinen Bedürfnissen, mit meinen ganzen Themen und so weiter.

00:09:14: Und in der Arbeit ist es genauer so!

00:09:16: Und da ist um dieses Thema der sinnhaften Beschäftigung unter sinnhaftem Möglichkeit den Tag gut zu gestalten war doch ganz was Zentrales für uns und auch vor Ort weil es einfach in Hermannstadt ein das erste Projekt war wo es überhaupt zum Thema Arbeit durch den Betrieb gegangen ist.

00:09:41: Bleiben wir bei der Arbeit, bei der Tagesstruktur.

00:09:43: was bietet ihr denn an konkret in Rumänen?

00:09:45: Was machen die Menschen dort?

00:09:47: Was dürfen sie in der Werkstatt machen?

00:09:50: Die Menschen kommen zu uns in der Früh.

00:09:53: Die Meisen bringen die Eltern.

00:09:56: Es sind mittlerweile in Hermannstadt über dreißig.

00:09:58: Wir gießen Kerzen Speziell also T-Kerzen mit sehr viel Nachhaltigkeit.

00:10:04: Wir haben dort eine Vereinbarung mit der Evangelische Kirche in Hermannstadt, wo wir praktisch die ganzen T-kerzen gießen und da hinbringen, dann die Alten wieder abholen.

00:10:15: Dann werden die Alte wieder aufbereitet.

00:10:18: Wir hatten Industriearbeit, wo uns Firmen verschiedene Dinge bringen, was bearbeitet wird.

00:10:26: Textilbereiche und was uns ganz wichtig ist.

00:10:29: Neben Arbeit, das ist ja so dieses Thema Kulturprojekte, Tanzprojekten Musik-Projekte wo man noch außen geht ein ganz wesentlicher Teil dieser Werkte die auch die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

00:10:44: und das kann im Endeffekt nur wenn ich draußen bin und wann ich draußen mit Vorführungen, mit Tanzprojecten, mit inklusiven Projekten sichtbar werde Weil es ist in Rumänen nach wie vor, dass man ganz wenig Menschen mit Beinrichtungen auf der Straße sieht.

00:11:02: Es ist im städtischen Bereich schon ganz weniger.

00:11:06: Also da sind wir... In Hermannstadt und Sibius sind wir eigentlich eine De-Einrichtung, die was tatsächlich bekannt ist und auch sich bei ist.

00:11:16: Und am Land oder sowas, das siehst du Mensch mit Beinträchtigungen gar nicht!

00:11:21: Das ist schon ganz was Zentrales neben der Beschäftigung der Menschen für uns, dass man auch Teilhabe und teilnimmt am gesellschaftlichen Leben.

00:11:30: Ich habe jetzt nämlich eh die nächste Frage hätte ein bisschen auf das abgezielt.

00:11:34: also hast du das Gefühl zumindest, dass sich die gesellschaftliche Haltung in Rumänien gegenüber Menschen mit Behinderungen verändert hat?

00:11:41: In den letzten zwanzig Jahren?

00:11:43: oder ist es nach wie vor schwierig wenn du sagst, man sieht wenig draußen?

00:11:48: Es ist nach wie vor nicht so einfach, das muss man schon sehen.

00:11:54: Wir gehen auch regelmäßig, wir haben so ein integratives Café wo man auch bis zweimal im Monat hingeht, wo unsere Menschen hinkommen und alle anderen Menschen mit Beinsichtigung hin kommen können zum Austausch, zum Gespräch... Also aus meiner Empfindung ist es die ganzen Jahrzehnte hat sich ganz was Gutes entwickelt in Hermannstadt.

00:12:21: Aber das hat sie entwickelt, weil es dort Projekte gibt, weil dort die Menschen sichtbar sind und ein Teil der Gesellschaft geworden sind.

00:12:31: Dorten wo dies nicht stattfindet oder in städtischen Bereichen wo keine Einrichtungen sind bei NGOs Die, was sich tatsächlich mit Menschen mit Beinrichtungen beschäftigen gibt es nicht zu viele in Rumänien.

00:12:45: Dort ist es nach wie vor so dass man eigentlich ganz wenig Mensch mit Beineichtung sieht.

00:12:51: Jetzt leistet ihr ja trotzdem in Hermannstadt sehr tolle Arbeit.

00:12:54: Ihr habt nicht nur die Werkstätten, ihr habt auch Wohnangebote, Sozialberatung, Tageszentren für Kinder und psychologische Unterstützung.

00:13:02: das war ja auch ein Prozess oder?

00:13:04: Das war ja alles gleich da!

00:13:08: Manche Dinge entstehen durchs Tun und durch Überlegungen.

00:13:14: Die Werkstatt war unser erster Teil, da waren wir im Landkreis Silvio tätig.

00:13:19: Dann war natürlich auch immer unser Anliegen wie können wir uns organisieren?

00:13:23: Wie können wir finanziellen Mittel vom Staat von den Landkreisen organisieren?

00:13:28: Und dann hat es eine Möglichkeit gegeben eine Finanzierung zu bekommen für die Werkstätte.

00:13:34: aber da muss man in zwei Landkreisten tätig sein.

00:13:37: Das heißt, damals war man noch ziemlich neu.

00:13:42: Es ist ja auch Rumänien und Sibius nicht unbedingt gleich neben der Haustür, wo ich hinten muss.

00:13:47: Und dann hat man geschaut, wo gibt es einen Landkreis?

00:13:49: Und welche breites Angebot könnte man dort machen?

00:13:52: Wie finanzieren wir das?

00:13:54: Damals kam praktisch der Landkreiselber dazu, wo wir eine Sozialberatungsstelle eröffnet haben.

00:14:00: Und die Sozialberatungsstelle hat praktisch dann die ermöglicht, dass wir beim Ministerium finanzielle Mittel für die Werkstätten in Siebe bekommen haben.

00:14:12: So sind manche Dinge Schritt-für-Schritt entstanden.

00:14:16: Wir haben da, wo die Sozial beratung stelle ist, ein Gebäude von der GfN Kirchgemeinde bekommen.

00:14:24: Naja und da war noch Platz, es war der Bedarf.

00:14:27: Naja dann haben wir weiter überlegt, naja dann macht man dort auch eine kleine Werkstätte für Menschen mit Beeindruckung.

00:14:33: Dort gibt es neuen Plätze und so sind Dinge immer entstanden einerseits im Tun, einerseits die Trinklichkeit und die Notwendigkeit Angebote für Menschen Mit Beeindruckungen zu machen, die ist egal wo man hinschaut, egal wo ich mich hinwende oder hindrehe sonst irgendwas die ist überall gegeben.

00:14:53: Stichwort eben all die Menschen mit Behinderungen, wie erlebst du denn die?

00:14:57: Also im Vergleich nämlich zu damals wo du gesagt hast da bist du hingekommen.

00:15:01: Die haben keinen Tagesablauf gehabt aber gar nix.

00:15:04: und wenn sie eine Beschäftigung haben so im Vergleich jetzt

00:15:08: Naja wann du eine Beschäftigung hast das stärkt dein Selbstbewusstsein den Selbstvertrauen Und du gehst wohin.

00:15:15: Du hast eine Struktur Und du hast, du schließt Freundschaften.

00:15:21: Du hast deine Beschäftigung und die brauchst du auch im Gesamten für deine Entwicklung.

00:15:26: Das heißt Menschen bewegen sich selbstständig zur Arbeit zu können im Verkehr der Straße

00:15:32: usw.,

00:15:33: mit den ganzen Anforderungen umgehen.

00:15:36: Es ist einfach ... Die Menschen entwickeln sich persönlich weiter.

00:15:41: Und denke mal, das Selbstbewusstsein und dieses Selbstvertrauen ist nichts anderes wie bei uns.

00:15:45: Wenn ich zurück Arbeitslos wäre, wäre er wahrscheinlich auch in meiner Psyche oder in meinem ganzen Selbstwetter oder sonst was anders.

00:15:53: Wie so wenn ich regelmäßig meine Arbeit nachgehen kann und die macht man Spaß und das freut mich und dann denke ich mir wirklich mehr selber ganz anders.

00:16:03: Also wenn ich mir selbst sehe nehme ich den ganzen Jahrzehnte Das macht mit Menschen was.

00:16:07: Natürlich auch!

00:16:10: Egal wer es ist, ob das jetzt ein Mensch wie beeindruckt irgendwie ist oder ob er ein gesunder Mensch ist, der was psychiatrische Probleme hat oder sonst irgendwas ist – ganz egal.

00:16:19: Das ist für jeden Menschen wichtig genauso wie Entwicklungen für Kinder wichtig sind dass sie die Schritte mitmachen und das ist ganz was Zentrales glaube ich Und das ist unseren Hermannstadt mit den Werkstättern ganz gut gelungen.

00:16:29: Ja, das ist sehr schön.

00:16:31: Jetzt habt ihr ja – wie wir eh angesprochen haben – zwanzig Jahre die Feier zum Jubiläum-Letter des Diakoniewerkts am Internationalen Symposium ein.

00:16:40: Warum würdest du sagen Gerhard?

00:16:42: Ist gerade der Austausch von Wissen und Erfahrungen über die Ländergrenzen hinweg auch so wichtig?

00:16:48: Es gibt ja, so wie es in Röwellen ist, es gibt ganz wenige Fortbildungen, Geschweigen nach Kongresse oder sonst irgendwas.

00:16:55: Das Diakoniwerk hat sich schon sehr früher gegen ... Erkannt und im Schnitt zu ca.

00:17:00: alle zwei Jahre, alle zwei bis drei Jahre ein internationales Symposium gemacht.

00:17:06: Einerseits ist uns wichtig dass man immer wieder aktuelle Themen aufgreift wo wir in den Austausch gehen können, wo auch internationale Vorträge mitbringen.

00:17:18: Diesmal heißt ja Teilhabe an Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung.

00:17:22: Und es ist einfach ganz was Zentrales, dass man diesen fachlichen Austausch, diese Sichtbarkeit und das man auch etwas zurückgibt.

00:17:31: Das Diakoniwerk in Rumänien ist ja ein Teil des Sozialsystems dort vor Ort.

00:17:37: Wir sind dort eine gemeinnützige Organisation anerkannte und wir müssen dort auch so agieren.

00:17:43: D.h.,

00:17:44: wir haben zwar Unterstützung fachliche oder finanzielle Unterstützung vom Diakoniewerk aber Das Interesse ist, dass das Tierkonewirk vor Ort verankert ist.

00:17:55: Durten seinen Beitrag auch leistet ob es im fachlichen Austausch ist, ob das eben im Sichtbau machen ist und ob das im gesamten Einbringen im Sozialsystem ist.

00:18:06: Auch Stellungnahmen bei Gesetzgebungen usw.

00:18:10: Und da ist es wichtig, dass man sichtbar ist.

00:18:13: Und Sichtbarkeit gibt ein Symposium weil wir auch glauben Da der inhaltliche Austausch zwischen unseren Mitarbeiter, zwischen Mitarbeiter aus dem ganzen Land.

00:18:24: Weil da kommen die Mitarbeiter auch aus Bucharest oder Kronstadt und dass das ganz was Zentrales ist weil es ein Netzwerk bildet

00:18:33: Und dadurch vielleicht auch wieder neue Möglichkeiten entstehen.

00:18:36: Ja, genau und es gibt ja auch in Rumänen ein Netzwerk Aller NGOs wo auch das Dekoniwirk aktiv dabei ist, wo es immer wieder um Themen geht.

00:18:46: So wie jetzt gibt's wieder neue Gesetzgebungen

00:18:48: usw.,

00:18:49: Rumäne hätte grundsätzlich eine ganz gute Gesetzgebung für Menschen mit Beeinrichtigungen.

00:18:58: Nur ist einfach so die Begleitgesetze, die Ausführungs-Gesetze und dann natürlich die Interpretation der Gesetze.

00:19:05: Das ist eine große Herausforderung nach wie vor weil es halt einfach auch immer schwierig ist, weil er meistens auch ein starker finanzieller Druck dahinter steckt.

00:19:17: Ich möchte jetzt eh schon langsam Richtung Schluss der Folge kommen.

00:19:20: Ich hätte es ganz gerne auf das Thema Mut, Hoffnung und Veränderung angesprochen.

00:19:24: Darum geht's ja auch zentral in unserem Podcast-Illog.

00:19:28: Gibt's da vielleicht eine Geschichte von einer Person in Rumänien die die persönlich sehr beeindruckt hat?

00:19:34: Die wir dir du begleitet hast?

00:19:38: Ja, aber gibt's einige!

00:19:39: Ja.

00:19:39: Wir haben zum Beispiel in der Werkstätte, in Sebersche-Mühlbach, einen jungen Mann gehabt, der grundsätzlich auf den ersten Arbeitsmarkt wollte.

00:19:49: Er war bei uns in der Werktäte und er hat letztendlich dann geschafft, dass er zumindest seine Halbtagesstelle bekommen hat.

00:19:55: Das heißt, er hat halbtags Industriearbeit für eine Firma gemacht und war den anderen halben Tag aber trotzdem bei uns an der Werkstäthe und hat aber dort die gleiche Aufgabe auch weitergemacht.

00:20:08: Das heißt, er hat zwar bedauerlicherweise nur diese halbe Beschäftigung bekommen.

00:20:12: Aber parell dazu haben wir diese Arbeit auch aus Industriegearbeit gehabt und da hat sich er weiter dann gut einbringen können und hat aber trotzdem alle rechtlichen Rahmenbedingungen für eine Anstellung gehabt.

00:20:25: Das ist was sehr positiv war weil es in Rumänen ja nicht gerade einfach ist einen Arbeitsplatz für Menschen mit Beinrichten zu finden.

00:20:33: Eine Frau ist aus einem Großheim zu uns ins betreute Wohnen Nach Sibiu gezogen war nach ein paar Monaten kontinuierlich unzufrieden, weil sie eigentlich weiter will.

00:20:44: Hat das mittlerweile geschafft dass es selbstglendig in einer Wohnung ist und jetzt den nächsten Schritt geht.

00:20:51: Jetzt bekommt sie von der Stadt Sibius sogar eine Sozialwohnung Weil es ein Kostenfaktor ist auch für sie und somit kann sie alleine und selbstständig wohnen.

00:21:00: Und besucht uns aber trotzdem in der Werkstatt und wird auch von unseren Mitarbeitern, wenn das nötig ist unterstützt oder gecoacht bei gewissen Themen wo sich einfach Hilfe benötigt.

00:21:10: Aber im Großen und Ganzen eigentlich zu neunneinzig Prozent hat sie ihr Leben selbst organisiert und gut entwickelt.

00:21:19: Das sind ganz schöne Dinge immer, die Menschen dann selbstständigen Auch so gut weiterentwickeln können.

00:21:26: Ja, das klingt sehr toll und zeigt eben was ihr da unten leistet als Diakoniewerk.

00:21:32: Mich würde jetzt noch abschließend interessieren wenn du nach vorne blickst.

00:21:35: Was wünschst du dir denn für die nächsten Jahre in Rumänien?

00:21:39: Ich meine, du bist ja auch in Brossnuss tätig aber bleib mal vielleicht bei Rumänen.

00:21:45: Für Rumäne wünsche ich mir dass sich die Gesetzgebung besser in die Praxis umsetzen lässt.

00:21:52: Das ist für mich was Zentrales, weil da werden manche Dinge einfach dann einfacher zu organisieren.

00:21:58: Weil ein ganz ein banales Beispiel der Staat Rumänien bezahlt Tagsätze und hat klar geregelt was darf ich abrechnen?

00:22:08: Und da habe ich jetzt einen Tagssatz, der was grundsätzlich kostendecken wird.

00:22:12: und es gibt aber Dinge zum Beispiel wie die Miete kann nicht mit dem Tagssitz abbrechen.

00:22:18: Also es gibt so viele organisatorische Kleinigkeiten, wo man irgendwo nachbessern müsste und das würde einfach schön finden wenn wir diese Dinge da ein bisschen mehr Flexibilität hineinbekommen würden.

00:22:31: Grundsätzlich glaube ich dass sich Rumänien immer weiterentwickelt auch im Sozial immer weiter entwickelt aber es gibt einen großen nach wie vor einen großen Aufholbedarf.

00:22:44: Und da muss man einfach Schritt für Schritt gehen und müsst alle Beteiligten mitnehmen,

00:22:48: d.h.,

00:22:49: wir sind ein Teil des Systemtorten.

00:22:51: Wir müssen mit den Behörden, wir müssen mit dem Menschen, die dort leben, mit unseren Mitarbeitern und mit allen Netzwerkpartnern schauen, dass wir einfach schritt für schritt weitergehen und Dinge verbessern und neu organisieren damit Menschen einfach ein besseres Leben eine bessere Zukunft und mehr Entwicklungsmöglichkeiten

00:23:11: kommen.".

00:23:12: Ja, step by step werdet ihr auch die nächsten Jahre in Rumänien vorangehen so wie ihr das ja die letzten zwanzig Jahre auch schon gemacht habt.

00:23:20: Lieber Gerhard ich gratuliere zu diesem tollen Projekt in Rumänen und wir wünschen euch für die nächsten jahre natürlich auch viel Erfolg und alles Liebe!

00:23:30: Ja vielen Dank für die Wünsche und ich hoffe dass es sich alles gut weiterentwickelt und dass auch neue Projekte entstehen können.

00:23:39: Das hoffen wir natürlich auch.

00:23:41: Liebe Hörerinnen, liebe Hörern das war eine neue Episode von Dialog.

00:23:46: Vielen Dank dass ihr wieder mit dabei wart und vergesst nicht.

00:23:49: abonniert uns auf Spotify oder auf Apple Podcast.

00:23:53: dann verpasste nicht.

00:23:54: sobald wieder eine neue episode erscheint nächsten Monat wirds wieder soweit sein!

00:24:11: Dieser podcast wurde produziert von WePod it.

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