38_Gemeinsam entscheiden: Neue Wege der Führung bei forKIDS
Shownotes
Wie verändert sich Zusammenarbeit, wenn Verantwortung nicht mehr nur bei einer Führungskraft liegt, sondern stärker im Team verteilt wird? Bei forKIDS, dem Therapie-Angebot des Diakoniewerks für Kinder, Jugendliche und Familien an neun Standorten in Tirol, wird genau das bereits gelebt. Mit klaren Strukturen und gemeinsamen Entscheidungsprozessen übernimmt das Team zunehmend mehr Verantwortung im Arbeitsalltag. In dieser Folge von DIA-LOG spricht Dagmar Fischnaller, Leiterin der Therapiestandorte, darüber, wie dieser Veränderungsprozess bei forKIDS begonnen hat, was Selbstorganisation in der Praxis tatsächlich bedeutet und warum mehr Eigenverantwortung nicht weniger, sondern vor allem eine andere Form von Führung braucht.
Mehr Infos zum Diakoniewerk: www.diakoniewerk.at DIA-LOG wird produziert von wepodit.
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00:00:10: Herzlich willkommen zu Dialog, dem Podcast des Diakoniwerks.
00:00:15: Der Podcast begleitet das Unternehmen auf seinem Weg des Wandels – wir sprechen über den aktuellen Transformationsprozess und beleuchten Veränderungen und Herausforderungen.
00:00:25: Im Mittelpunkt stehen dabei immer die Menschen, die den Wandel gestalten und ihre Perspektiven mit uns teilen!
00:00:34: Wie kann Führung funktionieren, wenn Verantwortung nicht nur bei einer einzelnen Führungskraft liegt sondern stärker im Team aufgeteilt wird?
00:00:44: Darüber haben wir in der letzten Episode von Dialog bereits mit zwei Führerskräften vom Haus des Senioren Barzel gesprochen.
00:00:52: Und genau damit beschäftigt sich auch vor KITZ ein Therapieangebot vom Diakoniewerk für Kinder, Jugendliche und Familien an gleich neuen Standorten in Tirol.
00:01:04: Auch dort wird Führung schon länger anders gestaltet – nämlich mit mehr Verantwortung im Team, klaren Strukturen und neuen Formen der gemeinsamen Entscheidungsfindungen!
00:01:16: Dagmar Fischnaller ist Leiterin der Therapiestandorte und gestaltet diesen Weg bei Vorkitz wesentlich mit.
00:01:24: Heute, liebe Dagmar, bist du bei uns in Dialog zu Gast?
00:01:27: Ich freue mich schon sehr auf unser Gespräch!
00:01:30: Ja ich freu mich auch!
00:01:33: Liebe Dagmar bevor wir tiefer einsteigen vielleicht ganz kurze paar Worte zu deiner Person.
00:01:38: und was ist vor KITZ eigentlich und was zeichnet euch aus mit eurer Arbeit?
00:01:44: Ja gerne, ich leite seit mittlerweile fünfzehn Jahren die neuen Fokiz Therapie Zentren in Tirol.
00:01:52: Ursprünglich komme ich aus der Organisationsentwicklung und dem Qualitätsmanagement und habe davor rund zehn Jahre eine eigene Beratungsfirma im Sozial- und Gesundheitsbereich geführt.
00:02:05: Frau Kitz ist ein interdisziplinäres Therapie Angebot für Kinder und Jugendliche mit Entwicklungsstörungen und Verhaltensauffälligkeiten.
00:02:16: Was unsere Arbeit so besonders macht, ist der ganzheitliche Ansatz.
00:02:20: Wir schauen nicht nur auf das Kind sondern beziehen auch die Eltern und des Umfelds in die Therapie mit ein.
00:02:28: Und ganz wichtig ist bei uns natürlich die Interdisziplinarität.
00:02:33: Ergotarabätinnen, Logopädinnen, Physiotarabäutinnen und klinische Psychologinnen arbeiten ganz eng zusammen.
00:02:43: Der Austausch im Team und gemeinsame Vollbesprechungen sind für uns ein ganz wesentlicher Teil guter Therapie.
00:02:53: Nun, hat dir das Diakoniewerk schon vor einigen Jahren jetzt mittlerweile begonnen Führung und Zusammenarbeit neue zu denken.
00:03:01: Welche Themen würdest du sagen, da haben euch denn damals beschäftigt?
00:03:05: Wo ihr gesagt habt, welche Themen würdest du sagen Da haben euch dann damals beschäftigten wo ihr gesagt Habt hier wollen wir auch Führungen und zusammenarbeit neu aufstellen?
00:03:19: Ja, also wir sind ja vor ziemlich genau fünf Jahren zum Diakroniewerk gekommen.
00:03:25: Das war ungefähr die Zeit wo der Transformationsprozess gestaltet hat und für uns hat sich damals auch schon die Frage gestellt wie wollen wir Führung und Zusammenarbeit in Zukunft gestalten?
00:03:43: Wir haben damals mehrere Veränderungen gleichzeitig bewältigen müssen, weil die Eingliederung ins Diakoniewerk und die Zusammenlegung der Serviceprozesse wie Buchholt und Personalverrechnung, Kontrolling und IT für uns auch eine kleine Herausforderung war.
00:04:02: Gleichzeitig hat sich aber auch die Arbeitswelt verändert.
00:04:05: Wir haben gemerkt, dass Mitarbeiterinnen und Führungskräfte wesentlich mehr in Teilzeit arbeiten, sich mehr Mitsprache wünschen und dass es auch so ein bisschen Richtung geteilte Verantwortung geht.
00:04:21: Die Vorstellung das eine Führungskraft für alles zuständig ist Und letztendlich alle Entscheidungen trifft, das finde ich passt immer weniger zu unserer Realität.
00:04:34: Führung neu zu denken ist für mich deshalb kein Zukunftsthema mehr sondern ein Gebot der Stunde.
00:04:42: und es geht dabei nicht nur um die Mitarbeiterinnen.
00:04:45: auch unsere Klientinnen haben unterschiedliche und veränderte Bedürfnisse Und aus dem Grund sollten Entscheidungen möglichst tot getroffen werden, wo das Wissen und die Kompetenzen liegen.
00:04:58: Im Team und damit näher an den Kindern und Familien.
00:05:02: Was auch noch glaube ich ein wichtiger Aspekt ist, dass wir die Fähigkeiten und Kompetensen unserer Mitarbeiterinnen starker nutzen wollen.
00:05:11: Wenn Menschen Verantwortung übernehmen und Rollen gestalten können, entstehen nicht nur bessere Entscheidungen.
00:05:19: Es entstehen auch Entwicklungsmöglichkeiten für die Mitarbeiterinnen selbst.
00:05:24: Du hast eher angesprochen also das war ja auch sehr spannend weil du gesagt hast es ist ja auch Team Intern schon dieser Wunsch dahergekommen.
00:05:33: das hat natürlich dann zu Zum Transformationsprozess gut dazu gepasst, dass da sowieso eine Veränderung angestanden ist.
00:05:41: Wie seid ihr denn dann konkret gestartet?
00:05:44: Was waren denn die ersten Schritte bei For Kids, die er wirklich umgesetzt hat?
00:05:50: Genau!
00:05:51: Wir haben ganz bewusst versucht... langsam zu starten und unser Einstieg waren Führungsworkshops zum Thema kollegial geführtes Unternehmen.
00:06:03: Und was bedeutet das für uns?
00:06:07: Im ersten Schritt ist vor allem um unser Führungverständnis gegangen, was verändert sich wenn Führungen nicht mehr alleine die Verantwortung tragen?
00:06:19: Was macht uns dabei Angst?
00:06:21: Welche Sorgen beschäftigen uns.
00:06:26: Und parallel dazu haben wir Learning Nuggets angeboten für die Mitarbeiterinnen, zum Beispiel zum Konzept der Rollen zu neuen Besprechungsformaten und konkret zur Entscheidungsfindung und Moderationsmethoden.
00:06:41: Darf
00:06:41: ich da kurz nachfragen?
00:06:43: Learning Nugs habt ihr das genannt?
00:06:44: oder wie?
00:06:46: Genau!
00:06:46: Wie schaut so was aus?
00:06:49: Ja, wir haben so Mini-Learnings auch jetzt gemacht.
00:06:52: Also die haben ungefähr eine Stunde gedauert mit ungefähr zwanzig Minuten Theorieinput und dann haben die Mitarbeiter Fragen stellen können.
00:07:01: sie haben auch Dinge anwenden und üben können dass sie einfach einmal einen Einblick kriegen.
00:07:08: was kommt denn da auf Sie zu?
00:07:10: Sonst war es wichtig überhaupt die Mitarbeiter mal abzuholen.
00:07:14: Was wird sich denn unter Umständen verändern wenn wir starten?
00:07:18: Also schon sehr konkret ins Tun gekommen und einfach mit, dass sich da schon einmal rein zu spüren.
00:07:25: Das habt ihr dadurch wahrscheinlich ausprobieren können.
00:07:28: Ein Instrument, mit dem er ja heute arbeitet ist bei euch das sogenannte Teamboard.
00:07:33: Was genau passiert denn da?
00:07:35: Und was verändert sich dadurch, würdest du sagen im Arbeitsalltag?
00:07:39: Ja, das Teamboard hilft uns vor allem dabei, dass wir den Überblick über die Themen behalten, die das gesamte Team betreffen.
00:07:48: Und ich finde es besonder ist, dass jeder Mitarbeiter eben ein Thema auf das Board setzen kann und in der Teamsitzung wird dann geklärt um was geht's da genau?
00:07:59: Was ist dein Anliegen?
00:08:01: Und vor allem wer möchte denn dieses Thema dann übernehmen?
00:08:06: Das finde ich auch so ein bisschen das entscheidende Thema kommt mit automatisch zur Führungskraft oder wird automatisch der Führungskraft zugewiesen, sondern jemand aus dem Team übernimmt da eben die Verantwortung.
00:08:21: Und das klingt jetzt vielleicht am Anfang einfach verändert aber im Alltag ziemlich viel.
00:08:27: Man sieht nämlich schnell hat ein Thema an Sog also wird es auch gezogen?
00:08:33: Oder eben auch nicht.
00:08:34: und manchmal ist genau dieses Nicht-Übernehmen von einem Thema finde ich eine sehr wichtige Information.
00:08:43: Denn wenn das liegen bleibt, das Thema muss man sich ja die Frage stellen.
00:08:47: Warum wird es nicht übernommen?
00:08:48: Ist es vielleicht nicht wichtig?
00:08:50: Ist die Zuständigkeit unklar?
00:08:54: Ist das Team vielleicht auch überlastet?
00:08:56: Kann der eine Ressourcen-Problem sein oder liegt überhaupt die Entscheidung auf einer anderen Ebene?
00:09:02: Und genau und ich finde durch das Team-Boot sind unsere Sitzungen viel strukturierter geworden als durch die Team-Boatmoderation kommen mehr Themen auf und gehen dann im besten Fall auch in die Bearbeitung.
00:09:18: Ja, und du hast das jetzt sehr angesprochen?
00:09:19: Das ist natürlich ein interessanter Aspekt dass man da eben auch Themen vielleicht sogar ausklammern kann wo dann raus kommt im Prozess.
00:09:28: okay das hat vielleicht doch nicht so eine Relevanz aktuell oder eben liegt auf einer anderen Entscheidungsebene sogar.
00:09:36: Kannst du uns vielleicht wirklich auch noch ein konkretes Beispiel geben, wo eine Entscheidung vielleicht durch den ganzen Veränderungsprozess anders getroffen wird als das früher vielleicht der Fall war?
00:09:50: Ja ich glaube bei uns ist ja ganz ein gutes Beispiel unserer Koordinationsteam.
00:09:55: Das ist ein Team da wurden Mitarbeiterinnen von den verschiedenen Regionalstellen hin entsandt und Das Koordinationsteam diskutiert und entscheidet über Themen, die Mitarbeiter in der Organisation betreffen.
00:10:13: Das heißt eine oder mehrere Stellen sind dort getroffen.
00:10:17: Und früher hätte ich solche Entscheidungen alleine getroffen also werden bei mir gelegen.
00:10:23: Heute kommen eben diese Themen ins Koordinationsteam können dann von einem Mitglied gezogen werden, es waren dann Optionen ausgearbeitet und eben mit einer Widerstandsabfrage wird dann entschieden.
00:10:38: Und ein Beispiel wäre eben dass wir zum Umgang mit dem Fortbildungsbudget eine gemeinsame Entscheidung getroffen haben, wie sich das verändern soll.
00:10:48: Dass man zum Beispiel auch einzelne Lehrgänge fördern in einem gewissen Ausmaß.
00:10:53: Klarerweise gebe ich natürlich den Rahmen vor, also gibt dem Budgetrahmen vor aber innerhalb des Rahmens kann man dann im gemeinsam Entscheidungen treffen und das finde ich recht spannend.
00:11:06: eben die Mitarbeiter bringen da ganz tolle neue Lösungsmöglichkeiten
00:11:12: ein.
00:11:13: Wie geht es dir da persönlich damit?
00:11:15: Eben, weil früher hast du dann Entscheidungen allein getroffen und jetzt hast du ja trotzdem Entscheidungshilfen durch das Team.
00:11:22: Findest du, dass ist für dich auch leichter geworden?
00:11:25: oder ist es auch ein bisschen schwerer vielleicht, dass am Anfang einmal sich dran zu gewöhnen, dass da jetzt andere Menschen mitreden und etwas loszulassen, dass das vielleicht ganz schwierig ist am Anfang.
00:11:36: Kann ich mal hervorstellen...
00:11:41: Ja also Das ist so, das ist nicht so einfach.
00:11:45: Ich finde es ist wirklich
00:11:48: eine
00:11:48: persönliche Veränderung, die man da durchläuft.
00:11:52: Vor allem für mich jetzt, ich habe gesagt, ich komme ein bisschen aus dem Krisenmanagement eher aus dem autoritären Führungsstil und das ist schon eine neue Erfahrung, dass man wirklich da sei Führungsverhalten auch verändert und ganz bewusst entscheidet, ich nehme mich zurück.
00:12:12: Und ja ... Ich lasse den Dingen auf seinen Lauf.
00:12:16: Ich bin nur mal zustande, dass sie eben den Rahmen vorgebe Und ich muss nicht mehr selber eine Lösung haben, sondern ich kann die Kontrolle abgeben und vertraue darauf, dass die Mitarbeiter selber gute neue Lösungswege finden.
00:12:31: Aber wie lange würdest du sagen?
00:12:33: Hat dich das gebraucht bei dir, dass du dich da umstellst vom zeitlichen her?
00:12:39: Ja,
00:12:39: wie lang hat es gebrauchen?
00:12:40: Ich bin da mittendrin aufwürdig
00:12:43: sein!
00:12:43: Einfach nur eine persönliche Einschätzung von dir... Also
00:12:45: das ist noch auch ein Lauf in der Prozess, aber ich bin da sicher jetzt seit Ja, seit vier Jahren mindestens auch mit meiner persönlichen Entwicklung dran.
00:12:57: Dass ich mich immer wieder aktiv zurücknehme – vor allem in meinem kleinen Team, die Mitarbeiterinnen auffordern, wenn wir zurückzuspielen, wenn ich in meine alte Rolle zurückfalle.
00:13:10: Ich finde es ist ja wichtig, dass man da im Dialog ist Man muss das auch selbst reflektiert, glaube ich oft hinschauen.
00:13:20: Wann kippt man in die alte Rolle zurück?
00:13:23: Genau!
00:13:23: Jetzt klingt ja Selbstorganisation, ich hab das in der letzten Folge auch mit den Mitarbeiterinnen vom Haus des Seniorenparzells ein bisschen angesprochen.
00:13:33: Klingt jetzt zunächst nach Mehrfreiheit, weniger Führung ... Ja die lose Leine!
00:13:40: Eure Erfahrung ist aber dass es dafür trotzdem ja auch klare Strukturen braucht.
00:13:45: Warum ist das so?
00:13:48: Sie auch so selbstorganisationen hast auf keinen Fall.
00:13:53: Es gibt keine Führung mehr, sondern im Gegenteil.
00:13:56: also das braucht wirklich sehr viel Klarheit und ich glaube also Freiheit kann nur entstehen wenn es klare Rollen gibt, wenn's klare Entscheidungswege, Entscheidungsfindungswegen gibt, klare Methoden.
00:14:15: Sonst funktioniert es nicht, weil sonst hat man glaube ich keinen Aus.
00:14:18: Also wenn jeder entscheidet frei dann gibt das kein Aus.
00:14:25: Ich glaube dass das ganz wesentlich ist.
00:14:27: Die Schmiede einer Demokratie.
00:14:28: denken wir, wenn man da keine Regeln hätte, keine Gesetze dann wäre ein Nachi und deswegen glaube ich, dass selbst die Organisation sehr viel Klarheit erfordert eben auch in einer Governance, dass man auch wirklich so ein Code of Conduct hat.
00:14:50: Wie arbeiten wir als Team zusammen?
00:14:52: Muss sich da selber sehr viele Regeln geben?
00:14:56: also die müssen gar nicht von oben kommen.
00:14:59: wann sagen wir Sitzungen ab oder ... Was nicht?
00:15:03: Oder kann auch einer alleine entscheiden, übertragen wir eine Person die Verantwortung oder wollen wir diese Entscheidung als Team treffen?
00:15:11: und das muss aber klar sein.
00:15:13: Sonst können recht schnell Spannungen aufkommen.
00:15:17: Oder was bleibt bei der Führungskraft?
00:15:20: Auch das muss sehr klar sein!
00:15:23: Würdest du sagen, merken auch die Kinder, die gündlichen und die Familien was davon?
00:15:29: Dass ihr jetzt intern anders arbeitet, wirkt sich das aus zumindest vielleicht auf unbewusster Ebene.
00:15:37: Ja also momentan würde ich mir das nicht sagen trauen.
00:15:43: Also ich würde momentan nicht sagen dass jetzt schon zum jetzigen Zeitpunkt die Kinder spüren, dass wir was verändern in der Führung.
00:15:56: Aber langfristig bin ich schon überzeugt davon das genau das passieren wird weil wenn Entscheidungen eben im Team getroffen werden oder da getroffen worden wo die Verantwortung liegt kann man viel schneller reagieren auf die Bedürfnisse von den Kindern und Familien.
00:16:15: Ein wichtiger Punkt ist auch dieser Wissenstransfer.
00:16:20: Wenn Entscheidungen dort getroffen werden, wo sie liegen und dann auch kommuniziert werden im Valkitz-Netzwerk, können wir viel schneller voneinander lernen.
00:16:32: Wir haben schon gesehen – habe ich schon erzählt – wir arbeiten interdisziplinär zusammen.
00:16:37: Im Valkiz in Telfs haben zwei Tarbeitinnen eine klinische Psychologin und eine Physiotherapeutin mit dem Konzept von Empodiment einem Kind sehr gut arbeitig weiter helfen können.
00:16:53: und dieses Wissen dann zu teilen, das finde ich ein großer Mehrwert für uns im Verkitz.
00:17:01: Wenn solche Erfahrungen eben miteinander dann geteilt werden und auch für andere Standorte nutzbar gemacht
00:17:10: Das ist schon ein sehr schöner Ausblick da, in dem Fall auf die Zukunft.
00:17:13: Machen wir vielleicht noch mal einen Status quo?
00:17:15: Wo würdest du sagen, steht ihr aktuell?
00:17:18: Was funktioniert jetzt schon im Prozess sehr gut und wo merkst Du oder merkt Ihr, dass ihr noch ein bisschen lernen und anpassen
00:17:26: müsst?".
00:17:27: Wir haben in den letzten zwei Jahren unglaublich viel gelernt und weiterentwickelt.
00:17:32: Also was wirklich gut funktioniert, dass wir glaube die Rollen gut beschrieben haben, dass auch die Methoden im Alltag angekommen sind also bei den Teams wo wir das umgestellt haben.
00:17:44: Wir haben noch nicht alle Teams umgestellt aber zum Beispiel das Teamboard, neue Besprechungsformate, Retrospektiven machen wir in den Teams.
00:17:57: finde das funktioniert gut.
00:17:59: Aber wir sind natürlich jetzt noch nicht da, wo wir hinwollen und ich denke dieses Anpassenlernen nachjustieren wird uns noch eine Zeit lang begleiten.
00:18:12: Und die nächsten Schritte sind für uns sicher noch mal diese Ausbildung für die Moderatorinnen und Lernbegleiterinnen weiter auszubauen, weil es ganz wichtig findet eben dass die Rollen sehr gut begleitet werden.
00:18:26: Also das ist glaube ich auch sein Erfolgsfaktor, dass die rollen wirklich gut implementiert werden, gut begreitet werden und da auch noch hau aufgebaut wird.
00:18:38: Jetzt ist ja vor Kids Teil vom großen Veränderungsprozess im Diakoniewerk.
00:18:44: Was würdest du denn sagen können, andere Teams oder Regionen aus euren bisherigen Erfahrungen mitnehmen?
00:18:52: Und vielleicht gibt es auch etwas was Sie gar nicht eins zu eins übertragen lässt.
00:18:59: Ja also ich glaube vor allem drei Dinge würde ich da hervorheben.
00:19:04: Das erste ist eben Selbstorganisation braucht der Fundament.
00:19:08: Über das haben wir heute eh schon gesprochen, es braucht klare Rollen, es brauchen Methodenwisseln und es braucht Regeln für die Zusammenarbeit.
00:19:18: Und das ist keine Bürokratie weil manchmal wird es auch so verstanden dass sich jetzt ein Meer auffand und ja das ist es am Anfang damit man dann eben zu dieser Freiheit kommt Verantwortung übernehmen und selber entscheiden zu können.
00:19:33: Das ist ein Punkt.
00:19:35: Der zweite Punkt ist, dass jedes Team seinen eigenen Weg hat.
00:19:40: Die Teams sind unterschiedlich weit.
00:19:43: Sie haben auch ganz unterschiedliche Erfahrungen.
00:19:46: Auch die Führungskräfte stehen an unterschiedlichen Stellen mit ihrem Führungs- verhalten und deshalb, glaube ich, kann man nicht so eins zu eines überstülpen.
00:20:00: Und der dritte Punkt ist Veränderung braucht Begleitung.
00:20:04: also das ist schon ein Learning, das wir gemacht haben.
00:20:07: Man kann nicht einfach nur das Grundgerüst herrichten die Zettel und sagen so und jetzt macht es sondern wir haben tatsächlich die Rollen begleitet, wir haben die Umstellung von den Besprechungsformaten begleitet.
00:20:23: Wir haben da immer Feedback gegeben und das hat dazu geführt dass man relativ schnelle Lerngrufe in den Teams gehabt haben.
00:20:33: Und ich glaube man kann nicht einfach neue Arbeitsweisen beschließen sondern man muss das üben und es muss dann auch zu einer Routine werden.
00:20:43: Das ist wie für der neue EDV ein, da braucht's eine gewisse Zeit.
00:20:49: Es muss sich selbstverständlich anfühlen.
00:20:54: Man kann das Modell übertragen aber nicht die Lösungen.
00:20:58: Ich glaube, dass schon jedes Team eigene Lösungen findet Und was auch noch wichtig ist, es darf kein Selbstzweck sein.
00:21:07: Also das finde ich auch noch ganz wichtig weil – das kommt auch manchmal von den Mitarbeitern – wir beschäftigen uns jetzt so viel mit uns selber aber es soll kein Selbstzeck sein sondern am Ende müssen wir einen Mehrwert schaffen für die Mitarbeiter dass sie sich eben einbringen können ihre Kompetenzenfähigkeiten einbringen und sich weiterentwickeln können.
00:21:30: Und vor allem natürlich auch muss es bei den Kländen ankommen.
00:21:34: Also das hält dich für einen wichtigen Punkt!
00:21:37: Das waren eh schon sehr schöne abschließende Worte von dir.
00:21:42: Man hört raus, also da hat sich einiges getan bei euch in den letzten Jahren.
00:21:46: ihr seid auf einem super Weg und ich sage vielen Dank liebe Dagmar für diese interessanten Einblicke in diesen neuen Führungsalltag bei For Kids in Tirol!
00:21:56: Wir wünschen natürlich auch für die nächste Zeit alles Liebe und ich freue mich drauf wenn wir uns hier im Podcast wieder mal updaten diesbezüglich.
00:22:04: Vielen dank dass du da warst.
00:22:07: Dass ich da sein darf.
00:22:48: We put it.
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